Themen


Dossiers


Pressemitteilung / 19. June 2009

Solidarität mit den BesetzerInnen des Rektorats der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Repression

Der Unabhängige Studierenden Ausschuss (UStA) der Pädagogischen Hochschule Freiburg unterstützt die Forderungen der BesetzerInnen der Universität Heidelberg nach einer Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaften und der Abschaffung der Studiengebühren.

Seit drei Tagen werden im Zuge des Bundesweiten Bildungsstreiks 2009 das Rektorat der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie zahlreiche Universitätsgebäude in der gesamten Bundesrepublik von Studierenden und SchülerInnen besetzt gehalten. Die Studierenden in Heidelberg fordern ihren Rektor dazu auf, sein Amt als Rektor und somit höchster Interessensvertreter der Studierenden, ernst zu nehmen und sich für die studentischen Belange auch gegenüber der Landesregierung, dem Ministerium und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) einzusetzen.

Neben umfangreichen Verbesserungen der Studienbedingungen wie bspw. ein besseres Betreuungsverhältnis von Studierenden und Dozierenden wird die Forderung nach mehr Mitbestimmung in diversen Hochschulgremien laut. „Ich finde es gut, dass sich die Studierenden in Heidelberg zur Wehr setzen und nicht weiter hinnehmen, dass sie für immer schlechtere Studienbedingungen Geld bezahlen sollen und dann noch nicht einmal bei der Verwendung der Gelder mitbestimmen dürfen.“ sagt Florian Weitkämper vom UStA der PH Freiburg.

Auch an die Landesregierung Baden-Württembergs richten sich die Forderungen der Heidelberger Studierenden. Die Einführung von Studiengebühren ist ein klarer Verstoß gegen den UN-Sozialpakt. Die Massenabfertigung durch die verschulte Struktur der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge führt zu einer weitern starken Belastung der Studierenden und hat das Ziel, mehr Mobilität im europäischen Hochschulraum zu schaffen, weit verfehlt. Stattdessen erhalten Studierende hierzu Lande immer schlechtere Bildung für teures Geld.

Der UStA der Pädagogischen Hochschule Freiburg sieht die Besetzungen als legitimes Mittel um den Forderungen des Bildungsstreiks gehör zu verschaffen und unterstützt hiermit die BesetzerInnen des Heidelberger Rektorats ausdrücklich.
Dem Rektor der Universität Heidelberg Prof. Eitel empfehlen wir von einer Räumung des Rektorats durch die Polizei abzusehen und sich für die Interessen seiner Studierenden einzusetzen.