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Pressemitteilung / 06. November 2009

Pressemitteilung zur Besetzung des Auditorium Maximum am 5. November

Aus Bundesweit wird International

Nach der studentischen Informations-Vollversammlung am 5. November im Auditorium Maximum der Philipps-Universität Marburg haben ca. 100 BesetzerInnen die Initiative ergriffen, die 2. Etage des Hörsaalgebäudes besetzt.

Wir, die BesetzerInnen des AudiMax der Philipps Universität Marburg, sehen unseren Protest als Teil der weltweiten Bewegung für freie und emanzipatorische Bildung.

Das Audimax ist jetzt ein Freiraum für alle. Ein Labor für soziale Bildung. SchülerInnen und Dozierende sowie Angestellte der Universität sind augerufen, sich den Studierenden anzuschließen.

Es gibt unter den BesetzerInnen viele Meinungen und Vorstellungen, wie aktuelle Politik an der Hochschule aussehen kann und wie auch gesellschaftlich die Alternativen umgesetzt werden können. Entscheidungen werden basisdemokratisch getroffen.

Viele der Probleme in Bildungsinstitutionen und Bildungssystemen und andere Bereichen, in denen soziale Verschärfungen bemerkbar sind, auf nationaler Ebene sind auf Politiken auf globaler Ebene zurückzuführen.

Deshalb sehen wir unser Handeln in direkter Verbindung mit den heutigen Protesten in Kanada, Kolumbien, der Schweiz, Kroatien und Österreich. Es haben sich bereits selbstständig Arbeitskreise gebildet, die zu unterschiedliche Schwerpunkten arbeiten, um einmal die inhaltlichen Ergebnisse ins Plenum zu tragen als auch den alltäglichen Tagesablauf zu koordinieren.

Mit der Besetzung beabsichtigen wir die Diskussion über die Funktionen des öffentlichen Bildungssystems anzuregen, da dieses vermehrt nach wirtschaftlichen Interessen ausgerichtet wird.Bildung wird nicht öffentlich verhandelt.

Deswegen arbeiten wir aktiv an einer verstärkten weltweiten Vernetzung auch im Hinblick auf die „Education is not for Sale – Global Week of Action“ vom 9. bis zum 18. November.

Wir erklären uns solidarisch mit allen Besetzungen in Deutschland und Österreich sowie sonstigen weltweiten Protesten für eine freie und emanzipatorische Bildung und Selbstbestimmung.
Wir erklären uns besonders solidarisch mit den BesetzerInnen in Münster,
die am Morgen des 6.11 um 6 Uhr geräumt wurden. Wir verurteilen das
Vorgehen des Rektorats, da sich dieses Handeln gegen jede Form der
selbstverwalteten Bildung sowie jede Form des Dialoges richtet.

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