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Pressemitteilung / 06. November 2009

“Heißer Herbst” hat begonnen

Aus Bundesweit wird International

Als Auftakt zur Global Week of Action gegen die Kommerzialisierung und Entdemokratisierung der Bildung fanden gestern in vielen Städten Aktionen statt, die teilweise in Besetzungen von Hochschuleinrichtungen mündeten.

Den Startschuss dafür gaben Studierende der Universität Wien, die seit zwei Wochen das Audimax besetzt halten. Nun haben auch Studierende die Hochschulen in Darmstadt, Heidelberg, Marburg, München, Potsdam und Tübingen besetzt; wobei die Besetzung in Münster heute Morgen um 6 Uhr durch die Polizei geräumt wurde.

„Durch die Besetzungen deutscher Bildungseinrichtungen zeigen die Studierenden praktische Solidarität mit Österreich und läuten gleichzeitig den „heißen Herbst“ im Bildungsstreik ein“, so Alexander Lang, Sprecher des ABS. Die von Studierenden besetzten Hochschulräume bieten jetzt Bildung ohne Zugangsbeschränkungen, Gebühren, Wirtschaftseinflüsse und Demokratiedefizite. Dort werden die Forderungen des Bildungsstreiks nach einer freien Bildung
praktisch umgesetzt.

„Wir unterstützen diese neuen Bildungsräume und rufen zu weiteren Aktionen auf! Die Forderungen nach emanzipierter, selbst bestimmter und freier Bildung dürfen nicht nur leere Phrasen bleiben.“, betont Christina Schrandt, auch Sprecherin des Bündnisses. Das ABS solidarisiert sich mit den Protestierenden in Darmstadt, Heidelberg, Marburg, München, Münster, Potsdam und Tübingen, ihren Forderungen und der von ihnen gewählten Protestform. Wir fordern alle Hochschulgremien und PolitikerInnen auf, sich mit den Forderungen der Protestierenden ernsthaft auseinander zu setzen.

Diese Forderungen zu ignorieren oder gar die Protestierenden mit Polizeigewalt aus dem Weg zu räumen, verbietet sich besonders an Einrichtungen, die sich der Bildung verschrieben haben. Was heute Morgen in Münster passiert ist, darf sich nicht wiederholen!

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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
(Albert Einstein)