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News / 19. June 2009

Über 2000 Menschen demonstrierten für bessere Bildung

Bildungsstreik 2009

Der bundesweite Bildungsstreik 2009 erreichte am Mittwoch mit Demonstrationen in über 110 Städten mit über 270.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern seinen Höhepunkt. Auch in Darmstadt folgten über 2.000 SchülerInnen und Studierende dem Aufruf des Komitees für freie Bildung Darmstadt, der ASten, der SchülerInnenvertretungen und weiterer Organisationen. Zusammen mit zahlreichen Lehrenden gaben sie ihren Unmut über das Bildungssystem lautstark, aber friedlich kund. Auf Transparenten und in Redebeiträgen wurde Chancengleichheit, Gemeinwohlorientierung und ganzheitliche Bildung sowie Abbau von wirtschaftlicher Einflussnahme auf die Lehre, mehr Mitbestimmungsrechte für SchülerInnen und Studierende und ausreichende Finanzierung für Bildung gefordert.
Mit „Bildungsbulimie“ beschrieb Professor Peter Euler in seiner Auftaktrede das momentane Bildungskonzept: „Hineinfressen und Auskotzen- von nachhaltiger Bildung keine Spur“.

Des Weiteren wurde die Demonstration durch Redebeiträge des StadtschülerInnenrates, des AStAs der TU sowie der VERDI-Jugend unterstützt. Nach einer anschließenden Spontandemonstration besetzten 200 Demonstrantinnen und Demonstranten friedlich das Empfangsgebäude der Technischen Universität. Dadurch wurde ein mehrstündiges Gespräch zwischen dem Vizepräsidenten Reiner Anderl und Mitgliedern des Komitees für freie Bildung erreicht. Anderl zeigte sich offen gegenüber der Kritik am Bologna-Prozess und räumte generelle Mängel bei der Umsetzung ein.
Außerdem sagte der Vizepräsident zu, die Garantie auf einen Master-Studienplatz an der TU für deren Bachelor-Absolventinnen und Absolventen schriftlich zu verankern. Weiteren Forderungen der Aktivistinnen und Aktivisten nach einem dauerhaften Sitz der Studierenden im Hochschulrat und einer grundsätzlichen Überprüfung der Sinnhaftigkeit von Credit-Points erteilte Anderl aber eine Absage.