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News / 27. April 2009 - 16:49 Uhr

Drohende Abschaffung der verfassten Studierendenschaft in Hessen

Studiengebühren

Nach mittlerweile mehreren gleichlautenden Aussagen aus gewöhnlich gut informierten Kreisen, kann mittlerweile als gesichert gelten, das der von der hessischen Landesregierung vorbereitete Entwurf der Novellierung des Hessischen Hochschulgesetzes die Abschaffung der verfassten Studierendenschaft und der studentischen Selbstverwaltung vorsieht. Als Ersatz sieht der Entwurf das Baden Württembergische Modell vor, in dem die Studierendenschaft weder über eigene, freie Finanzmittel noch über Körperschaftsstatus verfügt, und eine rein beratende bzw. Service leistende Funktion inne hat. Der Entwurf wird nach den Vorstellungen der hessischen Landesregierung bis zum September Gesetzeskraft erlangen, was bedeutet, das die in diesem Jahr gewählten studentischen Vertreter die letzten ihrer Art sein könnten. Bei allem was an Hochschulpolitik nerven kann: Die Antwort muss einhelliger Widerstand gegen diesen durchsichtigen und kleinlichen Versuch der Rache an der verfassten Studierendenschaft sein. Zur Erinnerung: In Hessen sind Studiengebühren und Langzeitstudiengebühren durch massive Proteste, die auch durch die verfassten Studierendenschaften organisiert wurden, abgeschafft. Roland Koch hat bei den letzten Landtagswahlen massive Verluste eingefahren, auch wenn er sich knapp und ästhetisch unschön an der Macht halten konnte. Die jetzigen Pläne stellen nichts anderes als den Versuch der primitiven politischen Rache dar. Get together one more time !

Wir wollen uns völlig klar darüber sein, dass der Nationalismus ein Laster ist. Wir meinen mit ‚Nationalismus‘, jede übergebührliche Betonung der Nationalität… Der Nationalismus ist ein Laster, weil er sein Augenmerk auf vergleichsweise belanglose Dinge lenkt… und dabei das Wesentliche übersieht, das einfach darin besteht, dass er (jeder Mensch) ein Mensch ist. (…) Was macht es schon aus, dass ich Englisch spreche und jemand anders Deutsch, dass meine Haut weiß ist und die eines Negers schwarz ist, dass ich Jude bin und mein Nachbar anderen Glaubens… Lasst uns denn im Namen der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes diese Unterschiede vergessen, damit wir uns unseres gemeinsamen Menschseins erinnern.
(Victor Gollancz)